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Ende einer Ära beim Kneipp-Verein

Fünf Kneipp-Vereine wandern in Weißenburg

WEISSENBURG - Jeden Sommer treffen sich die Kneipp-Vereine aus Weißenburg, Rothenburg, Ansbach, Dinkelsbühl und Donauwörth zu einem Wandertag. 1998 wurde diese gemeinsame Unternehmung vom Kneipp-Verein Donauwörth ins Leben gerufen und findet seitdem reihum statt. Dieses Jahr war der Kneipp-Verein Weißenburg Gastgeber und lud zu einem abwechslungsreichen Programm ein.

So starteten rund 50 Kneipp-Freunde am Araunerskeller zu einer 90-minütigen Wanderung durch den schönen Weißenburger Stadtwald. Natürlich durfte der Römerbrunnen und der Besuch der Wassertretanlage nicht fehlen, ehe man sich „am Keller“ stärkte.

Auf der Wülzburg zeigten drei Gästeführer die Schönheit der Hohenzollernfestung. Die Begeisterung über diese historisch bedeutende und sehenswerte Festung war allen anzusehen. Den Abschluss bildete die Einkehr beim dortigen „Burgwirt“, der mit selbstgemachten Kuchen und Gebäck verwöhnte.

Die fünf befreundeten Vereine nutzen den Tag rege zum Austausch, und alle freuen sich schon darauf, sich nächstes Jahr in Rothenburg zu treffen.

Herbstausflug des Weißenburger Kneipp-Vereins

WEISSENBURG – Bewegung ist eines der fünf Elemente der Kneippschen Lehre – und die kam beim traditionellen Herbstausflug des Weißenburger Kneipp-Vereins wahrlich nicht zu kurz.

Die Tages-Busreise führte in diesem Jahr ins wunderschöne Oberfranken, das für seine prächtigen Kirchen und Klöster fast ebenso berühmt ist wie für seine herrliche Landschaft und seine weltweit einmalige Bierkultur. Von all dem sollten die 36 Kneipp-Ausflügler jeweils einen intensiven Eindruck bekommen.

Eine Führung in der Klosterkirche von Banz, die das Patrozinium St. Dionysius und St. Petrus trägt, war der erste Höhepunkt des Tages. Das ehemalige Benediktinerkloster gehört zum Ensemble des sogenannten „Gottesgartens“ im Obermaintal, das es dank seiner exponierten Lage gleichsam beherrscht. Die berühmte Kirche, deren Grundstein 1710 gelegt wurde, gilt als architektonisches Meisterwerk und glänzt durch ihre besondere Raumwirkung.

Nach einer Stärkung in der Klosterschänke von Banz, erklommen die „Kneippianer“ den 539 Meter hohen Staffelberg, den Hausberg von Bad Staffelstein, auf dem seit 1653 die Adelgundiskapelle steht und von dem aus sich ein prächtiger Rundumblick auf den „Gottesgarten“ und die nordwestliche Fränkische Schweiz bot. Bei dieser durchaus anstrengenden „Bergtour“ kam so mancher Teilnehmer ordentlich ins Schwitzen – Pfarrer Kneipp hätte sicher viel Freude an seinen Jüngern gehabt.

Die bestiegen nach dem Abstieg vom „Gipfel“ wieder ihren Bus und ließen sich zu einer der über 200 oberfränkischen Sudstätten chauffieren: dem Brauhaus Binkert in Breitengüßbach.

Der aus Weißenburg stammende Braumeister Jörg Binkert besaß 2012 den Mut, die Region mit der weltweit größten Brauereidichte um eine weitere Sudstätte zu bereichern – und ist damit überaus erfolgreich. Seine teilweise sehr ausgefallenen Bier-Kreationen, die er unter dem Label „Main Seidla“ verkauft, erfreuen sich stark wachsender Beliebtheit.

Bei einer höchst unterhaltsamen Brauereiführung samt Verkostung ließ Binkert, ein Bruder der 2. Vorsitzenden des Weißenburger Kneipp-Vereins, Katrin Binkert, die Besucher aus der Heimatstadt an seiner Leidenschaft für den Gerstensaft teilhaben, und bei einer anschließenden Brotzeit konnten die Ausflügler das Ergebnis dieser Passion mit allen Sinnen genießen. Dass vor der Rückfahrt noch der ein oder andere Sixpack im Bauch des Reisebusses landete, ließ erahnen, dass auch für Kneippianer gilt: Es muss nicht immer Wasser sein...

Kirchweihzug

WEISSENBURG – Der Kirchweihzug in Weißenburg hat eine lange Tradition – und der örtliche Kneippverein ist mit seiner blumengeschmückten Pferdekutsche seit Jahrzehnten ein Teil davon.

Rund zwei Dutzend „Kneippianer“, zumeist aus den ebenso aktiven wie  mitgliederstarken Nordic-Walking-Gruppen stammend, fanden sich auch heuer ein, um die von Tausenden von Besuchern gesäumte Runde durch die historische Altstadt mitzumachen. Ältere Mitglieder und Kinder des Weißenburger Kneipp-Kindergartens nahmen auf dem Wagen Platz, die Walker folgten dem Kaltblut-Gespann und boten in ihren hellblauen Vereins-Poloshirts einen attraktiven Anblick – eine gute Werbung für den „Wasserdoktor“ und seine „Jünger“.

Schon Wochen zuvor hatte die fünfköpfige Gruppe, die die aufwendig gestalteten Blumengirlanden flochten, Material dafür gesammelt: Getreideähren, Buchsbaumzweige, Efeuranken, Sonnen- und andere Blumen. Am Tag vor dem Umzug dann traf sich das Quintett im Garten der Ortsvereins-Vorsitzenden Doris Eisenbrand, um die elf prächtigen Girlanden zu fertigen – eine schöne, aber auch gut vier Stunden währende Arbeit.

Die sich freilich lohnte, denn die Besucher des Festzugs bedachten den Wagen des Kneippvereins, mit kräftigem Beifall – wofür sich die Kneipp-Kinder vom Wagen herab mit reichlich Traubenzucker für die kleinen Zaungäste bedankten.

Nach zweieinhalb Stunden endete der mehr als 60 Wagen und Gruppen umfassende Umzug am Weißenburger Kirchweihplatz, wo alle Teilnehmer des Vereins mit einem kühlenden Getränk im Festzelt belohnt wurden – eine willkommene Erfrischung bei schwülen 28 Grad im Schatten.